Wenn Oskar Lafontaine bisher nach eine Konjunkturprogramm verlangte dann gab es selten mehr als ein müdes abwinken. Wurde die Begrenzung von Managergehältern oder mehr Kontrolle über die Finanzmärkte gefordert so konnten die Verfechter der freien Marktwirtschaft in den einschlägigen Parteien, vor allem aber auch die aus der Wirtschaft dem ebenfalls nichts abgewinnen.
Immer wieder wurden Forderungen der Linkspartei mit dem Argument das diese nichts als Arbeitsplätze vernichten würden ab gewimmelt. Nun haben wir eine handfeste Finanzkrise, sogar die CDU Kanzlerin, die bisher auch immer auf Seiten derer Stand die Kontrolle über die Wirtschaft möglichst vermeiden wollten, spricht von der schwersten Krise seit den 20′er Jahren.
Und schon wendet sich das Blatt. Wie Spiegel-Online gerade berichtet fordert der BDI durch seinen Präsidenten Herrn Thumann ein staatlichen Konjunkturprogramm, freilich ohne das er es als solches benennen will.
Der Vorsitzende der CDU Mittelstandsvereinigung Josef Schlarmann forderte soeben im Frühstücksfernsehen eine Begrenzung der Gehälter für Bankmanager, zumindest für Banken die staatliche Hilfen brauchen. Gleiches wünschen mittlerweile einige Politiker aus der Regierung.
Noch vor wenigen Wochen war das ganz anders. Nun haben wir den Salat und man versucht der Krise beizukommen und bedient sich dabei der Konzepte, die die Linkspartei schon lange vorgelegt hat. Das an sich wäre einfach nur schön, wenn nicht ein Haar in der Suppe zu finden wäre. So waren alle diese Konzepte darauf ausgelegt solche Auswüchse in Finanzwelt und Wirtschaft von vornherein zu verhindern. Nun da die Krise da ist werden wir sie so nicht beseitigen, sondern nur mildern können.
So ist also zu beobachte wie die Verantwortlichen für die derzeitige Situation ihre politischen Ansichten um 180 Grad ändern um sich dann als Retter in der Krise zu profilieren, dabei haben sie diese doch erst mit verursacht.
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