Versager in weiß

Juni 1, 2009 von frankssenf

Um 10.22 Uhr kam der Anruf: „Papa, ich bin in der Schule vom Baum gefallen, jetzt tut mir der Arm so weh. Bin im Sekretariat der Schule, Du möchtest mich bitte abholen“.

Also ab von der Arbeit hin zur Schule. Dort holte ich meinen 12-jährigen Sohn ab und fuhr direkt zu unserer Hausärztin in Ruppichteroth. Es waren nur zwei Patienten vor uns und so kamen wir schnell dran. Da sie einen Bruch nicht ausschließen konnte war der Weg ins Krankenhaus zum röntgen unumgänglich. Um kurz nach 12 kamen wir also im Krankenhaus Waldbröl an. Mit dabei hatten wir den Überweisungsschein aus dem der Verdacht auf eine Fraktur hervorging. Vor uns war nur eine Patientin, wir hatten Hoffnung auf eine schnelle Behandlung. Man ließ uns nach Aufnahme der Patientendaten dann erst mal warten. Als mein Sohn dann nach ca. 2 Stunden weinen fragte wann er denn dran sei hatte sich der Warteraum schon deutlich gefüllt. Ca. 20 Personen warteten nun wie wir auf ihre Behandlung. Eine freundliche Schwester wollte dann nach schauen wann den mein Sohn dran sei, daraufhin bekamen wir mit wie erst mal hektisch nach den Papieren gesucht wurde.

Nach fast 3 Stunden wurde er dann aufgerufen. Noch im Gang zu den Behandlungräumen wartete der Arzt Dr. K. J. auf uns. Zunächst mal telefonierte er. Als er dann Zeit für uns hatte fragte er was passiert sei, schaute sich den Arm kurz an, fragte wo es weh täte und ob sonst noch irgendetwas schmerzte. Das ganze dauerte ohne Übertreibung nur wenige Sekunden, wir standen immer noch im Gang. Er stellte fest das geröntgt werden müsse.

Nun war ich doch mehr als genervt und bemerkte das wir das doch schon von unserer Hausärztin wussten und fragte warum wir dafür solange warten mussten. Er sagte das sich ein Arzt das doch anschauen müssen, als wenn Frau Dr. T.A. keine Ärztin wäre sagte ich und ging mit meinem Sohn zum röntgen, nicht ohne noch vor mich her zu schimpfen.

Nun ging es schneller. Es dauerte nicht ganz eine halbe Stunde bis wir vom Röntgen zurück in der Notaufnahme waren um das Ergebnis zu erfahren. Nach wenigen Minuten schon wurde mein Sohn aufgerufen. Meine Erwartung das nun ein Arzt uns am Röntgenbild erklären würde wie die Diagnose ausgefallen sei wurde jedoch enttäuscht. Ein sehr freundlicher Pfleger Hr. M. Empfing uns und sagte es sei wie vermutet ein Bruch und es sei für die nächsten vier Wochen ein Gips zu tragen.

Einen Arzt sahen wir nicht mehr, und so weiß ich immer noch nicht ob es sich um einen einfachen oder komplizierten Bruch handelt.

Immer wird bei solchen Vorkommnissen mit plötzlichen Notfällen argumentiert. Als wenn ein Krankenhaus nicht darauf ausgelegt sein muss. Da könnte ja auch die Feuerwehr sagen sie sei nicht auf einen Brand vorbereitet. Schon eine einfache Änderung in der Organisation (bei Überweisung mit Verdachtsdiagnose direkt zum röntgen) hätte uns diesen Ärger erspart.

Solange Ärzte nicht begreifen das sie neben der medizinischen Behandlung auch die Organisation in Griff haben müssen sind dies für mich Versager ins weiß!

Die Abzockerbox

Mai 4, 2009 von frankssenf

Vor einem halben Jahr bin ich umgezogen, und mit mir mein Abschluss der Telekom. Seitdem werde ich von einer sogenannten Sprachbox terrorisiert. Nicht das ich nicht schon bei der Telekom angerufen hätte. Auch Briefe schrieb ich, alles mit der Bitte das Ding endlich zu deaktivieren. Die Standardmäßige Antwort, das können Sie selber machen unter der Rufnummer 0800…, und außerdem ist diese ja, ebenso wie die Sprachbox, kostenfrei.

telefon

telefon

Das ist natürlich glatt gelogen, auch meine Zeit kostet Geld, damit ist nichts was mich Zeit kostet kostenfrei. Aber das alleine wäre noch nicht Grund genug mich darüber zu ärgern. Aber zum einen habe ich die unerwünschte Funktion ja schon einmal in meiner alten Wohnung abgestellt. Wie oft soll ich das denn machen? An meinem (T-Mobile) Handy ist das Teil auch wieder angegangen als ich neues Guthaben geladen habe. Und es kann ja auch nicht sein das ich etwas abzustellen habe was andere anstellen. Sie liebe Telekom haben das Ding eingerichtet, nun sehen sie auch zu das ich es wieder los werde. Es im übrigen auch in Sachen Datenschutz eine heikle Angelegenheit, schließlich werden für mich bestimme (Sprach-)Informationen gegen meinen ausdrücklichen Willen abgefangen und gespeichert. dem Anrufer wird dabei suggeriert dies geschieht in meinem Auftrag und die Information würde mich erreichen. Beides ist falsch!

Es ist aber auch eine Unverschämtheit zu behaupten das Ding sein kostenlos. Der Anrufer zahlt immerhin dafür mit mir verbunden zu werden. Ohne das die Telekom diese Leistung erbringt berechnet sie diese. Das sollte mal ein Staatsanwalt prüfen. Ob es im juristischen Sinne Betrug ist kann ich nicht sagen, aber als Abzocke kann man dieses Vorgehen schon bezeichnen.

Im übrigen kenne ich in meinem Bekanntenkreis niemanden der das Ding haben wollte, aber alle haben Ihre unerfreulichen Erfahrungen damit gemacht.

An meinem Arbeitsplatz legen wir mittlerweile routinemäßig auf wenn eine Mailbox abnimmt. Der grund liegt nicht in meienr Verärgerung über diese Dinger, das ist Privatsache. Aber wir haben die Erfahrung gemacht das die meisten Menschen Ihre Mailbox gar nicht abhören. Somit wissen wir nicht ob eine darauf gesprochene Information diese Menschen auch erreicht. Für uns macht es also mehr Sinn noch einmal anzurufen, leider zahlen wir damit ein zweites mal Gebühren.

Wie werde ich weiter Vorgehen?
Nachdem ich mit meinen Telefonaten und Schreiben an die Telekom keinen Erfolg hatte werde ich nun die Telekomregulierungsbehörde einschalten. In der Hoffnung das dies hilft.

Umzug mit der Telekom

November 9, 2008 von frankssenf

Derzeit ziehe ich um. Dabei will ich meine Verträge mit der Telekom mitnehmen. So ganz scheint das nicht zu klappen. Hier mein erster Brief an die Telekom:

Sehr geehrte Damen und Herren,


unter o. g. Kundennummer habe ich den Auftrag erteilt alle mit meinen Verträgen zusammenhängenden Leistungen auf meine neue Anschrift zu übertragen. Leider scheint dies nicht richtig angekommen zu sein. In den mir zu gesendeten Bestätigungen haben sich Fehler eingeschlichen:


  1. Ich war bisher nicht im Telefonbuch eingetragen, und möchte es auch in Zukunft nicht sein. Das gilt auch für alle anderen Informationsquellen.

  2. Bisher habe ich einen DSL 2000 Anschluss. Bestätigt wurde mir nur ein DSL 1000 Anschluss.

  3. Eine Sprachbox ist von mir weder gewünscht noch bestellt. Ich untersage Ihnen hiermit an mich adressierte Informationen mit zuschneiden oder zu archivieren. Ich bin auch nicht bereit irgendwelche Nummern einzugeben um diesem Diebstahl meiner Daten ein Ende zu bereiten.

Bitte tragen Sie Sorge dafür das die genannten Punkte entsprechend meinen Wünschen umgesetzt werden. Im Prinzip wünsche ich einfach nur einen Umzug. Es soll sich sonst nichts verändern. Das sollte doch möglich sein.


Sollte es jedoch zu Änderungen in meinem Vertrag kommen so mache ich von meinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch. Vorsorglich spreche ich hiermit allerdings auch die ordentliche Kündigung zum nächstmöglichen Zeitpunkt aus. Gerne werde ich diese zurücknehmen, falls bis dahin alles zu meiner Zufriedenheit läuft.


In Sachen Sprachbox gilt es noch folgendes zu erwähnen: Die Dame Ihrer Hotline bat mich die Einrichtung zuzulassen, es sei ja nicht zu viel verlangt ein paar Nummern am Telefon einzugeben, um diese Funktion wieder abzustellen. Anschließend bekam ich entgegen meines ausdrücklichen Wunsches eine Gebrauchsanleitung für die Sprachbox.


Ich erkläre Ihnen hiermit das es sehr wohl zu viel verlangt ist ein paar Nummer am Telefon einzugeben. Denn erstens verlange ich auch von der Telekom nicht mich anzurufen und irgendeine Ziffernfolge einzugeben bevor ich meine Rechnung zahle. Zum anderen aber habe ich ausdrücklich erklärt diese Funktion nicht zu wollen, damit habe ich meinen Teil erledigt. Zum dritten wird dem Anrufer nicht deutlich gemacht das seine Nachricht gar nicht bei mir ankommt sondern, das diese gegen meinen, Willen auf einen Datenträger der Telekom gespeichert wird. Außerdem bezweifle ich das die Sprachbox kostenlos ist. Zahlt der Anrufer nicht wenn er sie bespricht ? Weil er aber bezahlt kostet die Sprachbox durchaus Geld, auch wenn es das des anrufendes ist. Der bezahlt im übrigen damit für eine Leistung die nicht erfüllt wird, nämlich mich zu erreichen.


Sollte an meinem Anschluss also dennoch eine Sprachbox eingerichtet werden sind weitere Schritte nicht abzuwenden.


Im übrigen sei erwähnt, daß ich zu Telekom gewechselt bin weil seinerzeit von einer Serviceoffensive die Rede war. Nun haben Sie Gelegenheit den Worten auch Taten folgen zu lassen.


Dieses Schreiben werde ich in meinem Webblog (frankssenf.wordpress.com) veröffentlichen. Ebenso auch darauf folgende Antworten, es sei denn Sie widersprechen dem.

Nun bin ich mal gespannt wie es weitergeht, ich werde hier berichten.

Ein Besuch beim Regierungspräsidenten Köln

November 9, 2008 von frankssenf

Was man bei Behörden vom Umgang mit Besuchern hält wurde mir bei einem Besuch im Regierungspräsidium Köln vor Augen geführt. Besuchszeiten beginnen, so steht es am Eingang, um 8.30 Uhr. Also war ich auch um 8.30 Uhr da. An der Information fragte ich danach welches Büro das richtige sei, und wo ich es finden könne. Die Antwort: „Die öffnen erst um 9.00 Uhr.“ OK, sage ich und wo finde ich es dann, „Das erfahren Sie ab 9.00 Uhr. „, hieß es dann wieder. Vorher so die Dame, dürfe man niemanden durchlassen.

Klasse Service Herr Regierungspräsident kann ich da nur sagen !

Antwort vom VRS

Oktober 31, 2008 von frankssenf

Ich muss zugeben, manchmal brauche ich ziemlich lange. Schon am 29.08.2008 antwortete der VRS auf mein Beschwerdeschreiben (mehr dazu hier). Erwartungsgemäß glaubt man dort alles richtig zu machen. Es wird auf Tarifbestimmungen verwiesen von denen im Antrag keine Rede ist. Wie der Kunde ahnen soll das diese Bestandteil seines Vertragsverhältnisses werden wird allerdings nicht beschrieben. Dann wird Verantwortung abgewälzt, Landesgesetze, Schule und Bezirksregierung sind hier genannt. Alle haben wohl was dazu beigetragen.

Hier das Schreiben:

Antwort des VRS

Und die zweite Seite:

Zweite Seite des Schreibens der VRS

Was bleibt ?

Zum einen ist meine Kritik das die Schule über (mal wieder) eigenmächtig über das Geld der Eltern verfügt. Dabei sind natürlich sozial Schwache besonders betroffen. Zum anderen ist die Bürgschaft für das Lastschriftverfahren eben nicht die von Eltern für Ihre Kinder. Die Eltern haben ja eh schon unterschrieben und sind damit für das Vertragsverhältnis voll verantwortlich. Also weiß der VRS entweder nicht was er da tut, oder es handelt sich bei dieser Aussage einfach um eine Schutzbehauptung.

Nun gebe ich die Angelegenheit noch mal an die Schlichtungsstelle und werde mal sehen was kommt.

Schwarzfahrt zur Schule

Oktober 28, 2008 von frankssenf

Soeben lese ich einen Bericht im Bonner Generalanzeiger. Dort geht es um eine größere Aktion von Polizei in Zusammenarbeit mit dem Nahverkehrsunternehmen RVK. Die Aktion richtet sich gegen „notorische Schwarzfahrer“. Im Visier der Kontrolleure: Schülerinnen und Schüler. Vierzehn von Ihnen werden ohne gültigen Fahrschein erwischt, dabei gilt die Aktion noch als Reinfall, per SMS warnten sich die Schüler wohl gegenseitig.

Stopschild

Stopschild

Es ist einer dieser Skandale die kaum jemand als solchen wahrnimmt. Doch stelle ich mir die Frage: Wie kommt es das aus Schulkindern auf dem Weg zur Schule Schwarzfahrer werden, die mit enormen Aufwand gejagt werden müssen ? Wenn ich davon ausgehe das auch heute noch die Schulen den SchülerInnen Transportmöglichkeiten von und zur Schule anbieten, dürfte es doch gar keine Schwarzfahrer unter ihnen geben. Es kann sich also nur um Fälle handeln in denen das Schülerticket vergessen wurde. Oder es ist einer der Fälle in denen die Schule über die Köpfe der Eltern hinweg entschieden hat das ein Ticket mit Zuzahlung gekauft werden muss (mehr darüber hier), das kann sich der ein oder andere vielleicht nicht leisten.

Ganz gleich welche der Möglichkeiten zutrifft, hier werden mal wieder die Schwächsten dazu herangezogen die Unzulänglichkeiten der Verantwortlichen auszubaden.

Dabei wäre es doch ganz einfach, wir haben eine Schulpflicht und die Schulen sorgen für den Transport von und zur Schule. Damit ist klar das alle Kinder im schulpflichtigen Alter kostenlos zu befördern wären. Nicht einmal Tickets braucht es dafür. Wenn überhaupt würde ein einfacher Schülerausweis völlig ausreichen. Die jeweilige Kommune kann anhand ihrer Schülerzahlen mit den Verkehrsbetrieben eine Pauschale vereinbaren mit der die Kosten abgedeckt werden, das wars.

Warum das nicht funktioniert ? Weil an den entscheidnen Stellen unfähige Egoisten sitzen. So meinen Kommunen, Verkehrsunternehmen, Bildungsministerium usw. doch tatsächlich das sie mit dem derzeitigem Modell irgendwelche Vorteile für die eigene Klientel herausschlagen können. Dabei ist alleine der Verwaltungsaufwand für die Tickets überflüssig und teuer.

Zahlen müssen die Kinder, bzw. dessen Eltern, ohnehin die ärmsten in unserer Gesellschaft in denen Schüler die einfach nur zur Schule wollen zu notorischen Schwarzfahrern werden.

Industrie und Wirtschaft unterstützen Forderungen der Linkspartei

Oktober 16, 2008 von frankssenf

Wenn Oskar Lafontaine bisher nach eine Konjunkturprogramm verlangte dann gab es selten mehr als ein müdes abwinken. Wurde die Begrenzung von Managergehältern oder mehr Kontrolle über die Finanzmärkte gefordert so konnten die Verfechter der freien Marktwirtschaft in den einschlägigen Parteien, vor allem aber auch die aus der Wirtschaft dem ebenfalls nichts abgewinnen.

Die Linke, Parteilogo

Die Linke, Parteilogo

Immer wieder wurden Forderungen der Linkspartei mit dem Argument das diese nichts als Arbeitsplätze vernichten würden ab gewimmelt. Nun haben wir eine handfeste Finanzkrise, sogar die CDU Kanzlerin, die bisher auch immer auf Seiten derer Stand die Kontrolle über die Wirtschaft möglichst vermeiden wollten, spricht von der schwersten Krise seit den 20′er Jahren.

Und schon wendet sich das Blatt. Wie Spiegel-Online gerade berichtet fordert der BDI durch seinen Präsidenten Herrn Thumann ein staatlichen Konjunkturprogramm, freilich ohne das er es als solches benennen will.

Der Vorsitzende der CDU Mittelstandsvereinigung Josef Schlarmann forderte soeben im Frühstücksfernsehen eine Begrenzung der Gehälter für Bankmanager, zumindest für Banken die staatliche Hilfen brauchen. Gleiches wünschen mittlerweile einige Politiker aus der Regierung.

Noch vor wenigen Wochen war das ganz anders. Nun haben wir den Salat und man versucht der Krise beizukommen und bedient sich dabei der Konzepte, die die Linkspartei schon lange vorgelegt hat. Das an sich wäre einfach nur schön, wenn nicht ein Haar in der Suppe zu finden wäre. So waren alle diese Konzepte darauf ausgelegt solche Auswüchse in Finanzwelt und Wirtschaft von vornherein zu verhindern. Nun da die Krise da ist werden wir sie so nicht beseitigen, sondern nur mildern können.

So ist also zu beobachte wie die Verantwortlichen für die derzeitige Situation ihre politischen Ansichten um 180 Grad ändern um sich dann als Retter in der Krise zu profilieren, dabei haben sie diese doch erst mit verursacht.

CDU stellt Bürgermeisterkanidaten vor

Oktober 2, 2008 von frankssenf

Gestern am 01.10.2008 stellte die CDU Ruppichteroth Ihren Kandidaten für den Posten des Bürgermeisters in Ruppichteroth vor. Die CDU stellt in Ruppichteroth derzeit den Bürgermeister, der bisherige allerdings will aus Altergründen nicht nochmals kandidieren. Der „neue“ hat in Anbetracht der politischen Verhältnisse in der kleinen Gemeinde durchaus Chancen. Gerade daher ist von den Verantwortlichen der CDU zu erwarten das diese Ihre Verantwortung bei der Auswahl eines geeigneten Kandidaten besonders ernst nehmen. Immerhin stellt der Bürgermeister das politische Oberhaupt über mehr als 10.000 Bürger und einen Haushalt von fast 15.000.000 € dar.

Da stellte man sich vor das der Kandidat einiges an Qualifikationen mitbringen sollte. Zwar bin ich auch der Meinung das als Bürgermeister auch jeder Bürger in Frage kommen sollte, ganz gleich welchen Beruf er hat, oder ob er überhaupt in Arbeit ist. Auf der anderen Seite ist es schon bei Anderen Kommunen zu sehen wo es hinführen kann wenn kommunales Handels unbedarften Menschen ohne jede Erfahrung überlassen wird. Gigantische Verluste durch die Krise am Finanzmarkt lassen grüßen.

Der Kandidat heißt also Michael Stein wohnt in Ruppichteroth im Ortsteil Schönenberg und seine Qualifikationen sind laut CDU:

  • Kaufmännische Ausbildung
  • Bürgernähe
  • Gemeindebürger
  • CDU Mitglied

Er ist Speditionskaufmann und hat weder Erfahrung in der Verwaltung noch in der kommunalen Politik. Allerdings ist er Vorsitzender des örtlichen Akkordeonverein. Schwerpunkte im Wahlkampf weiß er noch nicht, will er demnächst in der CDU besprechen, Änderungen in der Gemeinde hat er zunächst keine größeren vor, ist ja auch nichts zu tun…

Keine Erfahrung, keine passende Ausbildung, keine Vorhaben, keine Visionen, kein Konzept. Was qualifiziert diesen Mann ?

Alles in allem scheinen sich seine Qualifikationen darauf kürzen zu lassen das die örtliche CDU niemanden hatte der es machen konnte oder wollte, er ist ein typischer Verlegenheitskanidat. Möglicherweise spielt es aber auch eine Rolle das sein Bruder für die CDU im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern sitzt.

Auf jeden Fall zeigt sich die CDU Ruppichteroth hier von einer besonderen Verantwortungslosigkeit. Immerhin bekam ihr Kandidat bei der letzten Wahl mehr als 65%. Da steht zu befürchten das der ein oder andere die CDU wählt ohne sich genau zu informieren wen er da überhaupt wählt. Schade, ich hätte mehr erwartet von einer Volkspartei.

Ich bin stolz ein Kölner zu sein !

September 20, 2008 von frankssenf

Heute hat Köln, die großartige Stadt in deren Einzugsbereich auch ich lebe mich mit Stolz erfüllt.

Da hatten ein paar Rechte, Ultrarechte oder auch Nazis gemeint sie müssten zu einem Nazi Kongress nach Köln laden. Und was sie dort erlebt haben sollte ihnen gezeigt haben das die Stadt am Dom sich Ihrer Toleranz nicht einfach berauben lassen wird.

Nicht nur das an fast jedem Punkt im Stadtgebiet Gegendemonstranten ein durchkommen der Nazis verhinderten. Zivilcourage bewiesen vor allen Dingen auch die ganz normalen Kölner. Da waren Busfahrer die einfach ohne die Fahrgäste abfuhren als sie erfuhren wen sie transportieren sollten. Taxifahrer die sich weigerten die braune Brut in Ihre Autos zu lassen, Hoteliers die sie vor die Türe setzten, Kneipenwirte die sich weigerten solche Leute zu Beköstigen und nicht zuletzt der Flughafen der dem Pack Hausverbot erteilte.

Danke Köln !!!

Die Demokratie ist tot, es lebe die Demokratie

September 4, 2008 von frankssenf

Wollen wir mal ehrlich sein, es ist nicht mehr soweit her mit der Demokratie. Zwar finden die meisten sie immer noch die richtige Wahl wenn es um die Auswahl zwischen verschiedenen Systemen geht. Aber zugleich glaubt kaum noch jemand daran das sie wirklich funktioniert.

Nun könnte ich hier die Frage stellen welche Alternativen es denn gäbe, oder ich könnte die Fehler im derzeitigen System aufführen. Eine andere Möglichkeit wäre es aufzuzeigen wo denn was zu verbessern wäre, alles eben nur meiner Ansicht nach.

Aber all das ist nicht Ziel dieses Artikels, vielmehr will ich hier mal schildern was denn, meiner Meinung nach, die einzige Möglichkeit sein wird den Einfluss des „kleinen Mannes“ auf die große Politik auch zukünftig nicht zu sehr schrumpfen zu lassen. denn das ist es doch worum es geht. Ob sich das Kind nun Demokratie oder irgendwie anders nennt, die Frage ist welche Beteiligung dem einfachen Bürger am Staate eingeräumt wird.

Und hier müssen wir zunächst mal einräumen das dieser Einfluss in den letzten Jahren sinkt. Viele neue Regelungen, Gesetze oder Verordnungen hatten für die Menschen im Land eines zu Folge:

Mehr Pflichten und weniger Rechte !

Und wenn auch nicht jeder genau sagen kann an welcher Stelle ihm welcher Einfluss genommen wurde so sorgt die Entwicklung in ihrer Gesamtheit eben für die viel zitierte Politikverdrossenheit. Nun könnte es helfen einfach mal nachzufragen wohin denn der verlorene Einfluss denn entschwunden ist. Denn Rechte die jemand verliert wird ein anderer gewinnen. Und genau hier stellen wir fest das es die Unternehmen sind, oft die großen, welche die an anderer Stelle verschwundene politische Macht unter sich aufteilen. Aber was sich zunächst wie eine Hiobsbotschaft anhört ist ist auf der anderen Seite auch eine große Chance. Es geht um nichts geringeres als um die Wiedererlangung der Souveränität des Volkes.

Denn Unternehmen sind verwundbar, wir speisen sie täglich mit unserem Konsumverhalten. Wir müssen im Grunde nur lernen unsere Ausgaben bewusst zu steuern.

In Zukunft werden wir unseren politischen Einfluss nur noch zum Teil an der Urne geltend machen können. Die Entscheidung an der Kasse wird immer menr Gewicht bekommen. Um diese allerdings treffen zu können benötigen wir Informationen. Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer. Schon jetzt ist die Pressefreiheit schweren Angriffen ausgesetzt. Sollte es nicht gelingen hier Paroli zu bieten sieht es schlecht aus. denn nur wer informiert ist der kann auch vernünftige Entscheidungen treffen.

Schon heute sind wir wieder der Zensur ausgesetzt !

Diese kommt in vielen Gewändern vor. Mal ist es das behautet wird es ginge um Gesundheit. Aus diesem Grund ist Zigarettenwerbung verboten, aber aus dem gleichen Grund sind auch Filme manipuliert oder verändert worden. Ein Beispiel ? Lucky Luke war früher ständig mit einer Zuoigarette im Mund unterwegs, und heute kaut er auf einem Grashalm.

Sollte es jemand wagen sich über ein Unternehmen abfällig zu äußern dann kann es ihm schnell passieren Post von Anwälten zu bekommen. Die Unterscheidung zwischen einer Meinungsäußerung und einer sogenannten falschen Tatsachenbehauptung ist für den Laien kaum nachvollziehbar.

Immer wieder kommt es auch zu teilweise erfolgreichen Versuchen Teile des Internets zu zensieren, und das auch in Deutschland. Hier eine kurze Übersicht des Chaos Computer Clubs.

Wer den Abzug deutscher Truppen aus Afghanistan fordert dem wird vorgeworfen die Sicherheit eben dieser Truppen mit seiner Forderung zu gefährden. Das allerdings ist eine Unverschämtheit, die Sicherheit dieser Soldaten ist doch von denen erst gefährdet worden die unsere Leute dorthin geschickt haben. Dennoch wird auch immer wieder mit solchen Argumenten versucht Meinungsfreiheit zu beschränken.

Und nun fordert auch das Europäische Parlament dazu aus ein weiteres mal zu zensieren, dieses mal geht es darum Klischeehafte Werbung zu unterbinden.

Die Ziele die hinter alle diesen, und vielen nicht aufgeführten, Zensurversuchen stehen mögen allesamt ehrenwert sein. Das Ergebnis ist es nicht.

Denn Zensur führt in ihrer Konsequenz zu einer Abschaffung der Bügerbeteiligung am Staat.

Bleibt nur zu hoffen das hier bald mal ein Sinneswandel einsetzt und die Menschen merken was sie hier verlieren. Nicht umsonst hat der Kampf für freie Meinungsäußerung auch viele Menschenleben gefordert. Wir sollten diese Rechte daher nicht so leichtfertig auf’s Spiel setzen.